
Die wichtigsten Begriffe für Klappentexte, Buchmarketing und Selfpublishing – alphabetisch sortiert.
Der Klappentext entscheidet, ob dein Buch gekauft wird oder untergeht. Dieses Glossar erklärt alle wichtigen Begriffe von »Hook« bis »Stakes« – von Grundlagen für Einsteigerinnen bis zu Profi-Techniken fürs Buchmarketing.
Für Autorinnen, Selfpublisherinnen und alle, die verkaufsstarke Klappentexte schreiben wollen. Zum Nachschlagen für alle.
Inhaltsverzeichnis
Grundbegriffe (Pflichtwissen)
Blurb – Internationale Bezeichnung für den Klappentext. Wird im englischsprachigen Buchmarketing verwendet.
Klappentext – Der Text auf der Buchrückseite oder in Online-Shops (Amazon Buchbeschreibung), der Leserinnen neugierig machen, Genre signalisieren, Emotion auslösen und Kaufimpuls setzen soll. Zentral für erfolgreiches Buchmarketing.
Buchbeschreibung – Oft synonym mit Klappentext verwendet. Bezeichnet den kompletten Beschreibungstext auf Verkaufsplattformen und Shops.
Amazon Buchbeschreibung – Die Produktbeschreibung auf Amazon, die als digitaler Klappentext fungiert und kaufentscheidend ist.
Buchcover Text – Synonym für Klappentext – der verkaufswirksame Text auf dem Buchcover.
Hook (Hookline) – Der erste Satz des Klappentextes. Muss innerhalb weniger Sekunden Neugier erzeugen. Formen: Frage, Kontrast, Provokation. Entscheidet über Weiterlesen oder Wegklicken.
Stakes (Einsatz) – Was für die Hauptfigur auf dem Spiel steht: emotional, persönlich oder existenziell. Ohne Stakes kein Drama. Ohne klare Stakes wirkt der Klappentext langweilig.
Konflikt – Der zentrale Widerspruch, der die Handlung antreibt. Essentiell für spannende Klappentexte.
Emotionale Anbindung – Die Leserin muss mit der Hauptfigur mitfühlen. Emotion verkauft – reine Faktenlisten nicht.
Sog-Wirkung (Narrative Pull) – Der Text zieht die Leserin von Satz zu Satz. Keine Informationsliste, sondern Leseanreiz. Verhindert, dass der Klappentext zu faktisch wirkt.
Genre-Signal – Die Leserin muss binnen 3 Sekunden erkennen, welchem Genre das Buch zuzuordnen ist. Tonalität, Wortwahl und Setting helfen dabei. Falsche Genre-Kommunikation killt Verkäufe.
Tropes – Bekannte, genretypische Erzählmuster, die Leserinnen erwarten. Wichtig für Zielgruppen-Ansprache.
Subgenre – Feinere Unterkategorie innerhalb des Genres (z. B. Cozy Crime, Enemies-to-Lovers). Hilft bei präziser Marktpositionierung.
Copywriting – Schreiben mit Verkaufswirkung: klar, griffig, aktiv, emotional. Keine langen Schachtelsätze. Zentrale Technik für Buchmarketing.
Pitch – Kurze Zusammenfassung der Buchidee für Agenturen, Verlage oder Marketing. Basis für Klappentexte.
Logline – Ein einziger Satz, der die Grundidee prägnant zusammenfasst.
High Concept – Buchidee mit starkem, sofort erkennbarem Verkaufsversprechen.
Elevator Pitch – Extrem kurze Vorstellung, die man in wenigen Sekunden erzählen kann.
Erweiterte Begriffe (wichtig fürs Marketing)
Tagline – Optionaler Einzeiler über dem Klappentext als zusätzlicher Eyecatcher.
Punchline – Starker Satz am Ende (oft letzte Zeile), der im Gedächtnis bleibt.
Selling Points – Die 3–5 stärksten Verkaufsargumente des Buches. Basis für erfolgreiche Klappentexte.
Reader Promise – Was die Leserin emotional und inhaltlich erwarten darf. Verhindert Enttäuschungen.
Comp Titles (Vergleichstitel) – Vergleiche mit bekannten Büchern, um Orientierung zu geben: »Für Fans von X trifft Y.« Bewährte Copywriting-Technik.
Social Proof – Sozialer Beweis: Bestseller-Rankings, Rezensionen, Awards. Verstärkt Kaufimpulse.
Series Hook – Hinweis auf geplante Folgebände oder Serienfortsetzung.
Call to Action (CTA) – Kaufaufforderung, meist dezent am Ende des Textes.
Zielgruppe – Die Leserinnengruppe, für die das Buch geschrieben und vermarktet wird. Bestimmt Tonalität und Inhalte des Klappentextes.
Marktpositionierung – Die bewusste Einordnung und Abgrenzung im Buchmarkt.
Buchmarketing – Gesamtheit aller Maßnahmen zur Buchvermarktung, wobei der Klappentext zentral ist.
Fehlerquellen (Stolperfallen)
Genre-Verwirrung – Unklare oder widersprüchliche Genre-Signale. Häufiger Grund, warum Klappentexte nicht verkaufen.
Info-Dump – Zu viele Fakten, Vorgeschichten oder Details auf engem Raum. Macht Klappentexte langweilig.
Spoiler-Falle – Zu viel Handlung verraten, wodurch die Spannung verloren geht. Häufiger Anfängerinnenfehler.
Backstory-Dumping – Zu viel Vorgeschichte, die die Leserin im Klappentext überfordert.
Klappentext zu lang – Überschreitet 250 Wörter und verliert Leserinnen. Kürze ist Trumpf.
Klappentext zu faktisch – Reine Inhaltsangabe ohne emotionale Wirkung. Verkauft nicht.